{"id":23519,"date":"2025-07-11T11:44:28","date_gmt":"2025-07-11T09:44:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.iamstudent.de\/blog\/?p=23519"},"modified":"2025-07-11T11:44:28","modified_gmt":"2025-07-11T09:44:28","slug":"depression-im-studium","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.iamstudent.de\/blog\/depression-im-studium\/","title":{"rendered":"Depression im Studium: Anzeichen wahrnehmen &#038; Hilfe bekommen"},"content":{"rendered":"<p>Leistungsdruck, andauernder Stress, der Vergleich mit anderen, Zukunfts\u00e4ngste und Co.\u2013 auch das geh\u00f6rt zum Studentenleben. Wenn das <strong>Studium zunehmend zur Belastung<\/strong> wird und in einer <strong>Depression<\/strong> oder einem <strong>Burnout<\/strong> m\u00fcndet, ist es h\u00f6chste Zeit, sich Hilfe zu holen. Wie du Anzeichen fr\u00fchzeitig erkennst, das Abrutschen in eine Depression verhinderst und wo du im Notfall Unterst\u00fctzung bekommst, haben wir in diesem Beitrag f\u00fcr dich zusammengetragen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Psychische Erkrankungen w\u00e4hrend des Studiums: Die Zahl der Betroffenen steigt<\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-23563 size-full\" src=\"https:\/\/iam-blog-de.gumlet.io\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Depression-im-Studium_Bild-03.jpg\" alt=\"Depression im Studium\" width=\"1200\" \/><\/p>\n<p>&#8222;Immer mehr Menschen in Deutschland ben\u00f6tigen eine Psychotherapie. Allein im Jahr 2018 suchten 3,22 Millionen Personen einen Therapeuten auf und damit 41% mehr als in 2009.&#8220; So lautet der Einstieg des <a href=\"https:\/\/www.barmer.de\/presse\/infothek\/studien-und-reports\/arztreporte\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">BARMER-Arztreports<\/a> 2020. Und bereits 2018 hie\u00df es in ebenjenem: &#8222;Immer mehr junge Erwachsene leiden unter psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angstst\u00f6rungen oder Panikattacken. Allein zwischen den Jahren 2005 bis 2016 ist der Anteil der 18- bis 25-J\u00e4hrigen mit psychischen Diagnosen um 38% und darunter bei Depressionen um 76% gestiegen. (&#8230;) Demnach ist selbst bei den Studierenden, die bislang als weitgehend &#8222;gesunde&#8220; Gruppe galten, inzwischen mehr als jeder sechste (17%) von einer psychischen Diagnose betroffen. Das entspricht rund 470.000 Personen.&#8220;<\/p>\n<p>Diese Zahlen d\u00fcrften bereits sehr deutlich machen, dass <strong>psychische Erkrankungen heutzutage h\u00e4ufig<\/strong> auftreten und gerade auch Studierende von Depressionen, Angstzust\u00e4nden und Co. betroffen sind. Wenn man sich die Herausforderungen, die einem w\u00e4hrend des Studiums begegnen, einmal ansieht, ist das mitunter nicht \u00fcberraschend. Arbeitspensum und Leistungsdruck k\u00f6nnen durchaus hoch sein, der Vergleich mit Kommilitonen kann zus\u00e4tzlich unter Druck setzen, zudem findet man sich gerade als Studienanf\u00e4nger oftmals in einer komplett neuen Lebenssituation wieder, die durchaus \u00fcberw\u00e4ltigend sein kann.<\/p>\n<h2>Ursachen f\u00fcr psychische Erkrankungen<\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-23567 size-full\" src=\"https:\/\/iam-blog-de.gumlet.io\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Depression-im-Studium_Bild-07.jpg\" alt=\"Depression im Studium\" width=\"1200\" \/><\/p>\n<p>Neben <strong>psychosozialen Faktoren<\/strong> spielen bei psychischen Erkrankungen aber auch\u00a0<strong>neurobiologische Mechanismen<\/strong> eine Rolle. Etwa der <strong>Mangel des Botenstoffs Serotonin<\/strong> \u2013 im Volksmund auch <strong>&#8222;Gl\u00fcckshormon&#8220;<\/strong> genannt. Herrscht in unserem K\u00f6rper ein Serotonin-Ungleichgewicht, kann das zu folgenden Symptomen f\u00fchren: Antriebslosigkeit, verst\u00e4rkte M\u00fcdigkeit, gesteigerte Reizbarkeit, schlechte Laune, vermehrte \u00c4ngstlichkeit und verst\u00e4rkte Schmerzwahrnehmung.<\/p>\n<p>Serotonin steuert viele unterschiedliche Abl\u00e4ufe in unserem K\u00f6rper. Im zentralen Nervensystem etwa ist das Serotonin ein <strong>wichtiger Botenstoff<\/strong>, der unterschiedlichste Prozesse beeinflusst: K\u00f6rpertemperatur, Appetit, Emotionen, zentrales Belohnungssystem, Stimmung, Antrieb, Bewusstseinslage, Schlaf-Wach-Rhythmus und Schmerzbewertung.<\/p>\n<p>Da wundert es nicht, dass Forscher seit Jahren \u00fcber die <strong>Rolle von Serotonin bei der Entstehung von Depressionen <\/strong>diskutieren. In einigen Studien wurden bei depressiven Patienten zudem niedrige Konzentrationen des Neurotransmitters nachgewiesen. Dementsprechend ist eine m\u00f6gliche Behandlungsform f\u00fcr Depressionen auch die Einnahme von Medikamenten, die in den Serotonin-Stoffwechsel eingreifen. Auch Angstst\u00f6rungen, die mit einem Serotonin-Mangel einhergehen, werden mit solchen Medikamenten behandelt.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich muss man aber unbedingt festhalten, dass die <strong>Ursachen f\u00fcr psychische Erkrankungen sehr vielf\u00e4ltig<\/strong> sind und bei jedem Betroffenen anders aussehen k\u00f6nnen. Nur selten gibt es einen einzigen Grund f\u00fcr die Erkrankung und manchmal bleiben die Ursachen auch einfach im Dunkeln. Mitunter kann auch die Genetik eine Rolle spielen und weiters k\u00f6nnen Depressionen, Angstzust\u00e4nde u.\u00e4. auch als Nebenwirkung von Medikamenten (z.B. von hormonellen Verh\u00fctungsmitteln) auftreten.<\/p>\n<h2>Anzeichen einer Depression erkennen<\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-23565 size-full\" src=\"https:\/\/iam-blog-de.gumlet.io\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Depression-im-Studium_Bild-05.jpg\" alt=\"Depression im Studium\" width=\"1200\" \/><\/p>\n<p>Wie l\u00e4sst sich nun aber erkennen, ob man beispielsweise an einer Depression leidet? Das kann mitunter sowohl f\u00fcr Au\u00dfenstehende als auch f\u00fcr Betroffene selbst gar nicht so leicht sein, denn eine <strong>Depression kommt oftmals langsam und schleichend<\/strong> und ist dabei nicht mit Stress oder einer schlechten Woche zu verwechseln. Stress und phasenweise Belastungen betreffen uns in unserem Alltag fast alle. Meist ebben Stress und dessen Anzeichen dann aber auch wieder ab und in der Regel ist uns in stressigen Episoden auch bewusst, dass diese Phase vergehen wird.<\/p>\n<p>Zwar kann auch eine Depression schubweise auftreten, mit l\u00e4ngeren Intervallen, in denen die Krankheit oder deren Symptome so gut wie gar nicht in Erscheinung treten. Dennoch ist eine <strong>Depression viel schwerwiegender als Stress<\/strong> und geht oft mit einer sehr <strong>starken Hoffnungslosigkeit und einer tief pessimistischen Grundansicht<\/strong> einher. Die Symptome einer Depression oder auch eines Burnouts (totale Ersch\u00f6pfung, Ausgebranntsein) k\u00f6nnen durchaus verschieden ausfallen und jeder Betroffene erlebt diese teilweise unterschiedlich. Wir wollen dennoch versuchen einige allgemeine Anzeichen festzuhalten.<\/p>\n<p><strong>Symptome einer Depression k\u00f6nnen u.a. sein:\u00a0<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Schmerzen (z.B. unspezifische Kopf- oder Bauchschmerzen)<\/li>\n<li>st\u00e4ndige M\u00fcdigkeit, Energiemangel<\/li>\n<li>nachlassendes sexuelles Interesse<\/li>\n<li>Reizbarkeit<\/li>\n<li>zunehmende Lustlosigkeit, Apathie<\/li>\n<li>missmutige Stimmungslage<\/li>\n<li>Schlafst\u00f6rungen<\/li>\n<li>Appetitlosigkeit<\/li>\n<li>Angstzust\u00e4nde<\/li>\n<\/ul>\n<p>Menschen mit Depression erleben in Phasen, in denen die Krankheit akut ist, mitunter sowohl <strong>geistig als auch k\u00f6rperlich eine extreme Schwere, tiefe Traurigkeit oder vollkommene Gleichg\u00fcltigkeit<\/strong>. Allt\u00e4gliche T\u00e4tigkeiten \u2013 so klein sie auch sein m\u00f6gen \u2013 wie etwa zum Supermarkt gehen, werden enorm schwierig bis unm\u00f6glich. Und das Gef\u00fchl, dass diese depressive Phase vor\u00fcbergehen wird, stellt sich selten ein. Die Welt erscheint in Phasen der Depression nur noch d\u00fcster und grau. Alles, was fr\u00fcher Spa\u00df gemacht hat, l\u00e4sst einen kalt. Man f\u00fchlt sich schwach und schlapp als w\u00e4ren die Glieder aus Blei. Der kleinste Handgriff erfordert gr\u00f6\u00dfte Anstrengung. Die Konzentration geht gegen Null. Arbeiten werden aufgeschoben, Verabredungen abgesagt.<\/p>\n<p>Auch <strong>unaufh\u00f6rliches Gr\u00fcbeln, negative Gedankenspiralen<\/strong>, die sich nur schwer bis gar nicht aufbrechen lassen, sowie das grunds\u00e4tzliche Gef\u00fchl von allen Eindr\u00fccken und T\u00e4tigkeiten \u00fcberrollt zu werden, k\u00f6nnen zu Symptomen einer Depression geh\u00f6ren. Ebenso das Gef\u00fchl, in seinem Alltag <strong>isoliert, abgekapselt und \u00fcberfordert<\/strong> zu sein. Viele depressive Menschen beschreiben zudem den kompletten <strong>Verlust der Begeisterungsf\u00e4higkeit<\/strong> sowie das Gef\u00fchl innerlich erstarrt zu sein.<\/p>\n<h2>Radikale Selbstliebe: Sich Hilfe holen<\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-23568 size-full\" src=\"https:\/\/iam-blog-de.gumlet.io\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Depression-im-Studium_Bild-08.jpg\" alt=\"Depression im Studium\" width=\"1200\" \/><\/p>\n<p>Wie schon gesagt, sollte eine psychische Erkrankung nicht mit einer schlechten Woche verwechselt werden. Wenn depressive Zust\u00e4nde bzw. Verhaltensweisen allerdings zum Dauerzustand werden, ist es enorm wichtig, die <strong>Erkrankung ernst zu nehmen und als solche anzuerkennen<\/strong>. Es ist <strong>sehr schwer,\u00a0Depressionen greifbar zu machen oder zu erkl\u00e4ren<\/strong>, vor allem weil das Krankheitsbild so viele Gr\u00fcnde, Formen und Facetten hat. F\u00fcr viele Menschen, die selbst keine Erfahrungen mit einer psychischen Erkrankung haben, sind eine solche schwer nachvollziehbar und oftmals auch nicht erkennbar.<\/p>\n<p>Daher ist es entscheidend, <strong>sich selbst gut zu beobachten und in sich reinzuh\u00f6ren<\/strong>, um\u00a0Anzeichen f\u00fcr eine psychische Erkrankung zu erkennen. Sind anhaltende Anzeichen da, solltest du dies entweder <strong>an Vertrauenspersonen kommunizieren und\/oder dir direkt Hilfe holen<\/strong>. Etwa bei einem Psychiater oder Therapeuten. Es ist an dieser Stelle ganz wichtig zu betonen, dass die Inanspruchnahme von (professioneller) Unterst\u00fctzung und selbst Hilfe in Form von Medikamenten (phasenweise oder dauerhaft) keine Schande ist und dass es vollkommen in Ordnung ist sich behandeln zu lassen, wenn es einem psychisch nicht gut geht. Therapie und Klinikaufenthalte sind leider h\u00e4ufig noch immer negativ behaftet, obwohl sie so wichtig sind, damit Menschen mit psychischen Erkrankungen die Hilfe bekommen, die sie brauchen.\u00a0Wenn du dir ein Bein brichst, gehst du schlie\u00dflich auch zum Arzt und l\u00e4sst dir einen Gips verpassen, damit das Bein heilen kann. Anders sollte es bei einer psychischen Erkrankung auch nicht sein!<\/p>\n<p>Und letztlich ist die bewusste Entscheidung, auf sich zu achten, auf die Warnsignale im eigenen K\u00f6rper zu h\u00f6ren und sich Hilfe zu holen, wenn man alleine nicht weiterkommt, ein <strong>Akt radikaler Selbstliebe<\/strong>. Genauso sollte es sein.<\/p>\n<p><strong>An diese Stellen kannst du dich wenden, wenn du Unterst\u00fctzung brauchst:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.studierendenwerke.de\/themen\/beratungsangebote\/psychologische-beratung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Psychologische Beratung der Studentenwerke<\/a>: Die Psychologische Beratung der Studentenwerke ist auf die studentische Lebenswelt zugeschnitten. Ziel der Beratung ist es, positive pers\u00f6nliche Entwicklungen anzusto\u00dfen und die Entstehung dauerhafter und schwerwiegender Probleme zu verhindern.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/psych-info.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Psychinfo<\/a>: Zweck der Gesellschaft Psychinfo ist der Betrieb eines Psychotherapeuten-Informationssystems f\u00fcr Patienten und Ratsuchende. Es ist das einzige, speziell f\u00fcr die Suche nach staatlich approbierten Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichentherapeuten existierende Programm, das vom \u00c4rztlichen Zentrum zur Qualit\u00e4tssicherung im Gesundheitswesen bereits im Jahre 2008 zertifiziert wurde. Alle eingetragenen Therapeuten sind Mitglieder der f\u00fcr sie zust\u00e4ndigen Psychotherapeutenkammer. Damit ist sichergestellt, dass alle durch die staatlich erteilte Approbation zur Aus\u00fcbung der Heilkunde qualifiziert sind.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.deutschepsychotherapeutenvereinigung.de\/patienten\/allgemeine-informationen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung<\/a>: Mit 14.000 Psychotherapeuten ist die Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung (DPtV) die gr\u00f6\u00dfte Interessenvertretung f\u00fcr Psychologische Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sowie Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) in Deutschland. Hier findest du z.B. n\u00fctzliche Infos zum Thema Psychotherapie als Leistung der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung. \u00dcbe die <a href=\"https:\/\/www.deutschepsychotherapeutenvereinigung.de\/nc\/patienten\/psychotherapeutensuche\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Psychotherapeutensuche<\/a> kannst du zudem nach einem Therapieplatz in deiner N\u00e4he suchen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.caritas.de\/hilfeundberatung\/onlineberatung\/onlineberatung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Online-Beratung der Caritas<\/a>: Dein Leben schl\u00e4gt Purzelb\u00e4ume? Probleme wachsen dir \u00fcber den Kopf? Lass dich von Fachleuten der Caritas online beraten. Die Beratung kostet nichts, ist anonym und sicher.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instahelp.me\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Instahelp<\/a>: Instahelp ist eine einfache und sichere M\u00f6glichkeit, sich online von professionellen Psychologen unterst\u00fctzen zu lassen und gemeinsam Wege und L\u00f6sungen f\u00fcr dein Anliegen zu finden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.selfapy.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Selfapy<\/a>: Selfapy bietet anonyme und flexible Unterst\u00fctzung in psychischen Belastungssituationen. Die dreimonatigen Online-Kurse wurden von erfahrenen Psychologen entwickelt und basieren auf Ans\u00e4tzen der kognitiven Verhaltenstherapie.<\/p>\n<h2>Hilfe zur Selbstheilung: Warum Therapie gut tut<\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-23562 size-full\" src=\"https:\/\/iam-blog-de.gumlet.io\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Depression-im-Studium_Bild-02.jpg\" alt=\"Depression im Studium\" width=\"1200\" \/><\/p>\n<p>Gerne m\u00f6chten wir dir an dieser Stelle noch einen kleinen Einblick in den Ablauf einer Therapie geben, da dies mitunter eventuell ein Thema ist, um das viele Fragezeichen schwirren. Vorweg sei gesagt, dass es <strong>sehr viele unterschiedliche Arten von Therapie<\/strong> gibt. Eine davon kann zum Beispiel eine <strong>Gespr\u00e4chstherapie bei einem Psychiater oder Therapeuten<\/strong> sein. Wenn du dir Unterst\u00fctzung in Form einer Gespr\u00e4chstherapie holen m\u00f6chtest, solltest du zun\u00e4chst nach einem geeigneten Psychiater oder Therapeuten in deiner N\u00e4he suchen. Vielleicht kann dir ein Freund jemanden empfehlen oder dein Hausarzt verweist dich an jemanden.<\/p>\n<p>Leider kann mitunter eine ganze Weile dauern bis man einen Termin bekommt bzw. bis man eine Gespr\u00e4chsperson gefunden hat, bei der es Klick macht. In jedem Fall solltest du dich <strong>bei deinem Gegen\u00fcber in der Therapie aufgehoben f\u00fchlen<\/strong>. Ist dem nicht so, probiere ruhig verschiedene Therapeuten aus bis du die f\u00fcr dich passende Person gefunden hast, der du dich \u00f6ffnen kannst.<\/p>\n<p>Nach einem <strong>unverbindlichen Erstgespr\u00e4ch<\/strong>, in dem abgekl\u00e4rt wird, wie es dir geht und warum du dich gerne in Therapie begeben m\u00f6chtest, legst du mit deinem Psychiater oder Therapeuten die <strong>weitere Vorgehensweise<\/strong> fest (in welchem Intervall sind Sitzungen sinnvoll, sind Medikamente eine Option etc.). Dabei kannst du eine Therapie langfristig und regelm\u00e4\u00dfig oder auch nur sporadisch oder phasenweise in Anspruch nehmen \u2013 je nachdem was dir gut tut.<\/p>\n<p>Die <strong>Gespr\u00e4chstherapie<\/strong> selbst l\u00e4uft in der Regel so ab, dass du deinem Gegen\u00fcber frei von der Leber weg berichten kannst, <strong>was dich besch\u00e4ftigt, wie es dir geht, welche Gedanken du hast, womit du Schwierigkeiten hast<\/strong> etc. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen auch konkrete Ereignisse und Situationen besprochen werden. Dabei geht es sowohl um gro\u00dfe als auch kleine und vermeintlich unbedeutende Dinge in deinem Leben.<\/p>\n<p>Das Sch\u00f6ne an einer Therapie ist, dass dir ein Setting zur Verf\u00fcgung steht, in dem es f\u00fcr die Dauer der Sitzung <strong>nur um dich und deine Bed\u00fcrfnisse bzw. das, was dich bewegt, geht<\/strong> \u2013<strong> frei von Urteilen und Meinungen<\/strong>. Hier muss man sich nicht verstellen. Selbst wenn du nicht akut leidest, kannst du eine Therapie machen. Sie erm\u00f6glicht dir einen Rahmen, in dem du deine Gedanken und Bed\u00fcrfnisse reflektieren kannst, indem du mit jemandem sprichst, der dir hier und da einen sinnvollen Spiegel vorh\u00e4lt, gewisse Verhaltensweisen in ein neues Licht r\u00fcckt und dich auf Dinge aufmerksam machen kann, die du selbst vielleicht so nicht wahrgenommen h\u00e4ttest. Therapie kann also f\u00fcr sehr viel Klarheit sorgen und dadurch wahnsinnig <strong>befreiend und st\u00e4rkend<\/strong> sein.<\/p>\n<p>Leider ist es so, dass eine akute Depression Betroffene in der Regel davon abh\u00e4lt, die Schritte zu tun, die n\u00f6tig w\u00e4ren, um Besserung zu erlangen wie etwa sich einen Therapeuten zu suchen. Hilfe kann man sich meist erst dann holen, wenn man sich aus dem Sumpf der Depression raus gek\u00e4mpft hat und es einem wieder besser geht. Wer es dann aber schafft, um Hilfe zu bitten und entsprechende Angebote wahrnimmt, hat den <strong>ersten Schritt der Besserung<\/strong> bereits geschafft.<\/p>\n<div class=\"voucher-embed-iframe-wrapper\"><iframe title=\"Gutschein Frame\" data-src=\"https:\/\/www.iamstudent.de\/external\/widget\/newest?blog=1\" class=\"voucher-embed-iframe embed-blog lazy-load\" scrolling=\"no\" seamless=\"seamless\" frameBorder=\"0\" width=\"300\" height=\"160\" name=\"GutscheinFrame\"><\/iframe><\/div>\n<h2>Unsere Buch- &amp; Podcast-Tipps zum Thema<\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-23566 size-full\" src=\"https:\/\/iam-blog-de.gumlet.io\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Depression-im-Studium_Bild-06.jpg\" alt=\"Depression im Studium\" width=\"1200\" \/><\/p>\n<p>Last but not least haben wir noch ein paar interessante <strong>B\u00fccher und Podcasts zum Thema Depression sowie Therapie<\/strong> f\u00fcr dich parat. Lies bzw. h\u00f6r doch einfach mal rein!<\/p>\n<p>&#8222;Dr\u00fcberleben&#8220; von Kathrin We\u00dfling: Ida steht zum wiederholten Mal in ihrem Leben vor der T\u00fcr einer psychiatrischen Klinik, mit einem Zettel, auf dem ihr Name und der Grund f\u00fcr ihren Aufenthalt genannt sind. F 32.2. Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome. &#8222;Dr\u00fcberleben&#8220; erz\u00e4hlt von den Tagen nach diesem Tag, von den N\u00e4chten, in denen die Monster im Kopf und unter dem Bett w\u00fcten, den Momenten, in denen jeder Gedanke ein neuer Einschlag im Krisengebiet ist. Es erz\u00e4hlt von Gruppen, die merkw\u00fcrdige Namen tragen, von Kaffee in ungesund gro\u00dfen Mengen, von R\u00fcckschl\u00e4gen und kleinen Fortschritten, von Mitpatienten und von Therapeuten. Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die sich zehn Wochen in eine Klinik begibt und dort lernt zu k\u00e4mpfen. Gegen die Angst und gegen das Tiefdruckgebiet im Kopf.<\/p>\n<p>&#8222;Die Welt im R\u00fccken&#8220; von Thomas Melle: Thomas Melle leidet seit vielen Jahren an der manisch-depressiven Erkrankung, auch bipolare St\u00f6rung genannt. Er erz\u00e4hlt schonungslos und sprachlich brillant von seinem Umgang mit der Krankheit, von pers\u00f6nlichen Dramen und langsamer Besserung \u2013 und gibt so einen au\u00dfergew\u00f6hnlichen Einblick in das, was in einem Erkrankten vorgeht. Die fesselnde Chronik eines zerrissenen Lebens, ein autobiografisch radikales Werk von h\u00f6chster literarischer Kraft.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/show\/3uWEmqs0P9EiNjcUAzuqO7\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">&#8222;Danke, gut \u2013 Der Podcast \u00fcber Pop und Psyche&#8220;<\/a>: \u00dcber f\u00fcnf Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Depressionen. Beinahe jeder kommt in seinem Leben selbst, im eigenen Umfeld oder durch Popkultur damit in Kontakt. Trotzdem wird wenig \u00fcber Depression und psychische Gesundheit gesprochen. In &#8222;Danke, gut \u2013 der Podcast \u00fcber Pop und Psyche&#8220; trifft die Journalistin Miriam Davoudvandi Personen des \u00f6ffentlichen Lebens, um das zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.radioeins.de\/archiv\/podcast\/spinnstdu.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">&#8222;Spinnst du? Ein radioeins-Podcast von Sonja Koppitz&#8220;<\/a>: Journalistin Sonja Koppitz begibt sich f\u00fcr radioeins eine Woche lang in die Klinik und Hochschulambulanz f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie am Charit\u00e9 Campus Benjamin Franklin und begleitet das Team um Klinikleiterin Uni.-Prof. Dr. Isabella Heuser-Collier. Sie lernt Patienten kennen, spricht mit ihnen \u00fcber den Umgang mit ihren Erkrankungen und begleitet sie ein kleines St\u00fcck auf ihrem Weg. Eine tagebuchartige Reportage in f\u00fcnf Folgen, auch \u00fcber ihre eigenen Erfahrungen mit Depressionen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/episode\/2XiXuLU8czO0HhDHRVojfe\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">&#8222;Was ist und kann Therapie&#8220; von a mindful mess<\/a>: Eine psychische Erkrankung ist mindestens so &#8222;normal&#8220; wie ein Beinbruch. Doch noch immer ist Therapie stigmatisiert und der Zugang oft enorm schwer. In dieser Podcast-Folge spricht Influencerin Madeleine Alizadeh \u2013 auch bekannt als Dariadaria \u2013 \u00fcber ihre pers\u00f6nliche Therapieerfahrung, aber auch alles, was man sonst so \u00fcber einen Therapiebeginn und -verlauf wissen sollte.<\/p>\n<div class=\"voucher-embed-iframe-wrapper\"><iframe title=\"Gutschein Frame\" data-src=\"https:\/\/www.iamstudent.de\/external\/widget\/best?blog=1\" class=\"voucher-embed-iframe embed-blog lazy-load\" scrolling=\"no\" seamless=\"seamless\" frameBorder=\"0\" width=\"300\" height=\"160\" name=\"GutscheinFrame\"><\/iframe><\/div>\n<p>Hoffentlich konnten wir dir hier ein paar gute Hilfestellungen mit auf den Weg geben und das Thema psychische Erkrankungen ein St\u00fcck weit enttabuisieren. Das Thema ist in unserer Gesellschaft <strong>leider noch immer sehr stark mit Scham besetzt<\/strong>, obwohl so viele Menschen von psychischen Erkrankungen betroffen sind. <strong>Daran m\u00fcssen wir etwas \u00e4ndern!<\/strong> Ein erster Schritt kann dabei sein, \u00fcber Depressionen und andere psychische Krankheiten zu sprechen, um den Schleier der Scham so nach und nach zu l\u00fcften.<\/p>\n<p>Falls auch du von einer psychischen Erkrankung betroffen bist oder den Verdacht hast, es zu sein, denk bitte immer daran: Du hast dir diese Krankheit nicht ausgesucht und es ist total ok und das normalste der Welt, sich in einer solchen Situation Hilfe zu holen!<\/p>\n<p>Weitere Lesetipps, mit denen bestimmt alles gut wird, findest du in unserem Blog unter\u00a0<a href=\"https:\/\/www.iamstudent.de\/blog\/alles-wird-gutscheinheft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">iamstudent.de\/alleswirdgut<\/a>, denn wir wollen dir mit unserer\u00a0<strong>Content-Reihe \u201cAlles wird gut\u201d<\/strong>\u00a0dabei helfen, schwierige Situationen zu bew\u00e4ltigen und Stress im Studium sowie privat und im Job zu verringern. Vor diesem Hintergrund haben wir diverse Beitr\u00e4ge rund um\u00a0<strong>Achtsamkeit, Entspannung, Stressbew\u00e4ltigung und Co.<\/strong>\u00a0f\u00fcr dich parat.<\/p>\n<p>Silvija und Lukas aus dem iamstudent Team erkl\u00e4ren in dem nachfolgenden Video zum Beispiel, was man unter Achtsamkeit versteht, geben Tipps, wie man Prinzipien eines achtsamen Lebensstils in seinen Alltag integrieren kann, und tauschen sich \u00fcber ihre\u00a0pers\u00f6nlichen Erfahrungen, die sie im Zuge ihrer Achtsamkeitspraxis gemacht haben, aus.<\/p>\n<p><div class=\"embed-responsive embed-responsive-16by9\"><iframe name=\"YouTubeFrame\" title=\"YouTube Video Frame\" loading=\"lazy\" class=\"embed-responsive-item\" src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/qg9HGNWAO_U\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/div><\/p>\n<div style='text-align:center' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leistungsdruck, andauernder Stress, der Vergleich mit anderen, Zukunfts\u00e4ngste und Co.\u2013 auch das geh\u00f6rt zum Studentenleben. 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