Bienvenida zum Auslandssemester: Hilfreiche Tipps für den Studienaufenthalt im Ausland!

Bienvenida zum Auslandssemester: Hilfreiche Tipps für den Studienaufenthalt im Ausland!



Die ersten Semester sind vorbei, die Anfangseuphorie hat nachgelassen und eigentlich bist du gerade etwas gelangweilt von der schnuckligen Studi-Stadt in der du wohnst? Bevor du dir denkst “das war es jetzt wohl, die fetten Jahre sind vorbei” und fortan resigniert deine Bücher wälzt, musst du vielleicht einfach ein bisschen frische Luft schnuppern und etwas Neues sehen. Und was eignet sich dafür besser als ein Auslandssemester? Egal ob Norwegen oder Sevilla, ein bisschen Auberge-Espagnole-Feeling hilft den Lebensgeistern mit Sicherheit auf die Sprünge.

 

Vor- und Nachteile

Auslandssemester

Wie fast alles im Leben hat auch ein Auslandssemester nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile. Das heißt jetzt nicht, dass du dich davon abschrecken lassen solltest, aber es ist hilfreich, sich ein paar Punkte vor das geistige Auge zu führen, um darauf vorbereitet zu sein. Wir haben ein paar Dinge aufgeschrieben, die uns für die Pro & Contra Liste eingefallen sind.

Pro:

  • du verbesserst deine Fremdsprachenkenntnisse (versuche möglichst viel in der Landessprache zu sprechen, auch wenn englisch vielleicht verlockender erscheint)
  • du lernst neue Leute und eine andere Kultur kennen, siehst ein neues Land und erweiterst dein soziales Netzwerk
  • sich in einem fremden Land zurecht zu finden fördert die Selbständigkeit, Organisation und Unabhängigkeit
  • bei Arbeitgebern sind Auslandserfahrungen gerne gesehen

Contra:

  • die finanzielle Belastung ist wahrscheinlich höher, da du während eines Auslandssemesters nur schwer arbeiten kannst
  • Heimweh
  • das Studium wird durch die fremde Sprache erschwert
  • es ist ein organisatorischer Aufwand sich Leistungen aus dem Ausland an der eigenen Uni anrechnen zu lassen
  • aufwendige Planung (An- und Abreise, Wohnung finden etc.)

 

 

Wo anfangen?

Auslandssemester

Am besten machst du einen kleinen Ausflug zu deiner Uni und suchst das Büro für Internationale Beziehungen auf. Dieses ist für die Organisation von Auslandsaufenthalten für Studenten zuständig. Jede Uni hat Partneruniversitäten und -schulen in anderen Ländern, an denen Studenten seit Jahren studieren (vielleicht hilft dir bei der Auswahl deines Zielortes ja unser Gutschein für 20% Rabatt auf ausgewählte Flüge bei WOW air). Das Erfahrungsrepertoire ist also vielfältig und du solltest hier ausführliche Infos darüber erhalten, was möglich ist, welche Programme es gibt etc. Natürlich kannst du auch per Internetrecherche einiges an Informationen zusammentragen. Es empfiehlt sich dies vorab zu tun, damit du aus dem Beratungsgespräch den größtmöglichen Nutzen ziehen kannst. Das bekannteste Programm für Auslandsaufenthalte ist übrigens Erasmus (siehe unten).

 

Erasmus

Auslandssemester

Erasmus ist das weltweit größte Förderprogramm von Auslandsaufenthalten an Universitäten, Initiator ist die Europäische Union. Es gehört zum EU-Bildungsprogramm für lebenslanges Lernen und fördert Mobilität von Studierenden und Dozenten (es gibt Erasmus auch für Unternehmer). Auch die Zusammenarbeit der Hochschulen und Unis wird mit dem Erasmus-Programm unterstützt. Für dich bedeutet das:

  • Dank des Programms hast du als Student/Studentin die Möglichkeit einen drei- bis 12-monatigen Aufenthalt an einer Hochschule im europäischen Ausland zu machen
  • Zusätzlich zur organisatorischen Hilfe erhältst du finanzielle Unterstützung (zwischen 262 und 368 € im Monat)
  • Für das Erasmus-Programm musst du dich bewerben– wie genau, erfährst du im Erasmus-Büro deiner Uni
  • Beachte aber unbedingt die Bewerbungsfristen, die du auf der Homepage deiner Uni findest

Wenn du dich für ein Auslandssemester außerhalb Europas interessierst, dann könnte das Joint-Study-Programm für dich interessant sein, welches Stipendien für Aufenthalte auf anderen Kontinenten fördert.

 

Finanzierung vom Auslandssemester

Auslandssemester

Mit einem Auslandssemester gehen einige Kosten einher. Dazu gehören neben Miete, Verpflegung, Reisekosten, Kommunikation und Krankenversicherung auch Kosten für die Freizeitgestaltung. Das sind sehr individuelle Faktoren, die je nach Ort und Typ variieren. Generell gilt: Kalkuliere lieber etwas zu großzügig, denn es kann immer etwas Unvorhersehbares passieren. Damit du nicht alle Kosten alleine stemmen musst, solltest du folgende Fördermöglichkeiten beachten.

  • Wenn du an einem transnationalen, EU-staatlichen oder universitärem Förderprogramm teilnimmst (z.B. Erasmus), werden Studiengebühren im Normalfall erlassen. Wenn du deinen Austausch nicht im Rahmen eines solchen Programm machst, gibt es trotzdem Möglichkeiten einen Erlass zu erwirken, über die du dich an deiner Uni oder der Partneruni erkundigen kannst
  • Bafög: Wer Bafög bezieht, der kann dies auch für die Zeit im Ausland beantragen. Auslandsbafög wird in der Regel sogar höher bemessen, da ein Auslandszuschlag für Reisekosten mit einkalkuliert wird.
  • Achtung: das Auslandsbafög beantragst du bei gesonderten Stellen, die sich je nach deinem Aufenthaltsland unterscheiden. Für genauere Auskünfte  kannst du die Infoseite des Bundesministeriums für Forschung und Bildung konsultieren
  • Es gibt zahlreiche andere Stellen, die Stipendien für Auslandsaufenthalte vergeben, zum Beispiel der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD)

 

 

Wer eine Weile im Ausland studieren und leben möchte, der kommt um einen gewissen organisatorischen Aufwand nicht herum, wie du siehst. Aber wir möchten dir trotzdem ans Herz legen, dich durch den Bürokratiedschungel zu schlagen und das Abenteuer zu wagen. Eine Zeit lang im Ausland gelebt zu haben ist eine tolle Bereicherung für dich persönlich und wird dir auch beruflich neue Türen öffnen.