BAföG – Die wichtigsten Infos im Überblick!

BAföG – Die wichtigsten Infos im Überblick!



Zugang zu Bildung sollte für alle frei und unabhängig von der finanziellen Situation sein. Die Realität sieht leider ein bisschen anders aus, denn so ein Studium kostet bekanntlich Zeit und Geld. Die Finanzierung bereitet auch dir Kopfzerbrechen? Die gute Nachricht: Es gibt eine staatliche Förderung, die dir helfen kann. Die Idee des BAföG ist eine bedarfsorientierte Unterstützung. Die schlechte Nachricht: Alles was dazugehört, von der Beantragung bis zur Rückzahlung, ist nicht gerade selbsterklärend. Aber kein Grund zur Verzweiflung! Damit du nicht die Orientierung verlierst, haben wir einen kleinen BAföG-Ratgeber für dich zusammengestellt.

Hier kommt unser BAföG FAQ!

Was ist das überhaupt?

BAföG

BAföG ist die Abkürzung für Bundesausbildungsförderungsgesetz. Es handelt sich also um ein Gesetz, welches die Ausbildungsförderung für Schüler und Studenten regelt. Bei der Ausbildung kann es sich um ein Studium in Deutschland oder im Ausland, eine Ausbildung oder ein Praktikum handeln.

Wie bekomme ich das?

BAföG

Die Ausbildungsförderung laut BAföG bekommst du leider nicht einfach auf dein Konto überwiesen, du musst zuerst einen Antrag stellen. Aus diesem errechnet sich dann, ob du einen Anspruch auf finanzielle Unterstützung hast und wenn ja, wie viel Geld dir monatlich zusteht.

Wer bekommt BAföG?

BAföG

Wer BAföG beziehen will, darf zu Beginn seiner Ausbildung nicht älter als 29 Jahre und zu Beginn des Masterstudiums nicht älter als 34 Jahre sein.

Der Anspruch errechnet sich zudem aus deinem persönlichen Vermögen (bist du beispielsweise im Besitz einer Wohnung, von Sparverträgen etc.?), dem Einkommen deiner Eltern und in manchen Fällen auch dem deiner Geschwister. Aber auch andere Faktoren werden miteinbezogen: Wie hoch ist deine Miete? Studierst du im Ausland? Bezahlst du Studiengebühren? Bekommst du ein Stipendium?

Wenn du selbst errechnen möchtest, wie hoch deine Förderung ungefähr ausfallen wird, dann kannst du das mithilfe des BAföG-Rechners tun.

Wie läuft die Antragstellung ab?

BAföG

Für deinen Antrag musst du einige sogenannte Formblätter ausfüllen, die du auf der Homepage des BAföGs einsehen und ausdrucken kannst. Allerdings musst du nicht alle Formblätter ausfüllen. Der Antragsassistent führt dich durch den Dokumente-Dschungel. Einfach ein paar Fragen beantworten und schon ist Land in Sicht!

Wie viel Geld kann ich monatlich maximal bekommen?

BAföG

Mit der BAföG-Reform 2019 wurden die Bedarfssätze bereits um 5% erhöht und werden im Jahr 2020 nochmals um 2% angehoben. Damit steigen die individuellen Förderungsbeträge deutlich: Früher lag der Höchstsatz des BAföG bei 735€. Seit dem 1. August 2019 sind es 853€, ab dem Wintersemester 2020/2021 wird der Höchstsatz bei 861€ liegen.

Muss ich die Förderung zurückgeben?

BAföG

Ja, teilweise. Das BAföG besteht zur Hälfte aus einem Zuschuss und zur anderen Hälfte aus einem zinslosen Darlehen. Einfacher gesagt: Die Hälfte bekommst du geschenkt und den Rest musst du zurückzahlen. Allerdings liegt der zu zahlende Höchstbetrag bei 10.000€.

Seit der BAföG-Reform 2019 gilt in Sachen Rückzahlung: Wer 77 Monatsraten getilgt hat, ist zukünftig schuldenfrei, ganz gleich, wie hoch das Darlehen war. Die Regelrate für die Rückzahlung beträgt 130€. Wer das Darlehen trotz allen Bemühens nicht tilgen konnte, ist nach 20 Jahren schuldenfrei.

Wann muss ich das zurückzahlen?

BAföG

Nach der Förderungshöchstdauer hast du noch fünf Jahre Zeit, bevor du mit der Rückzahlung der Förderung beginnen musst. Falls dein Einkommen nicht hoch genug sein sollte, kannst du eine Befreiung beantragen. Das bedeutet, dass du erst ein Jahr später mit der Rückzahlung beginnst. Dies ist der Fall, wenn du weniger als 1.225 netto pro Monat zur Verfügung hast. Wenn du zusätzlich ein Kind versorgst, dann erhöht sich der Betrag.

Muss ich alles auf einmal zurückgeben?

BAföG

Nein, eine Ratenzahlung ist möglich. Vierteljährlich sind mindestens 390€ fällig und die Rückzahlung darf höchstens über einen Zeitraum von 20 Jahren andauern. Falls dein Nettoeinkommen allerdings nur knapp über dem Einkommensfreibetrag von 1.225€ liegt, werden deine Raten nach unten angepasst bzw. ausgesetzt.

Das war unser handlicher Ratgeber rund um das Thema BAföG. Wer sich einmal den Weg durch das bürokratische Dickicht geschlagen hat, der wird sehen, dass die Hartnäckigkeit sich lohnt. Wenn du noch weitere Tipps rund ums Studieren benötigst, lies auch in unsere Artikel rund ums Semesterticket oder der GEZ rein. Und falls du noch mehr Fragen zum Bundesausbildungsförderungsgesetz hast, schau doch mal online auf der BAföG-Website vorbei.