Top 10: Tipps für Erstis in Berlin

Top 10: Tipps für Erstis in Berlin


20.05.2024 · Studium · von Redaktion

Groß, anonym und manchmal ganz schön anstrengend! Berlin ist zwar keine klassische Studentenstadt, dennoch sind unsere Freunde und Berlin-Experten von qiez.de der Meinung, dass es sich nirgendwo besser studieren lässt. Pünktlich zum Semesterbeginn kommen hier ihre Survival-Tipps für alle verzweifelten Erstsemester.

Verpasse nicht die Einführungswoche

Ersti-Woche? Wie uncool! Schließlich willst du dir nicht anmerken lassen, dass du ein blutiger Anfänger bist. Aber dennoch, lieber Neuling: Schnapp dir deine Ersti-Tüte und nimm an den Einführungsveranstaltungen teil, auch wenn diese noch so albern sind. Denn hier lernst du nicht nur den Campus, die verschiedenen Mensen und die Fachschaft kennen, sondern auch Menschen, die dich mit Sicherheit dein Studium über begleiten werden. Die ersten Tage in der Uni schweißen zusammen und nicht selten entstehen daraus sogar echte Freundschaften, die über den Uni-Alltag hinausgehen.

Lerne die Fachschaft kennen

Die Fachschaft besteht aus freiwilligen Studierenden deines Fachbereichs, die jedes Semester gewählt werden und dich vertreten sollen. Sie sind für all deine Fragen und Probleme rund ums Studium da. Fühlst du dich von einem Professor unfair behandelt oder bist du wegen eines fehlenden Attests durch eine Prüfung gefallen? Auch hier kann dich die Fachschaft beraten, denn die kennen sich bestens mit der Prüfungsordnung aus und stehen dir zur Seite. Oft plant die Fachschaft auch coole Veranstaltungen, Partys oder Vorträge. Schau doch einfach mal auf einen Kaffee (oder auf ein Bier) im Fachschaftscafé vorbei.

Sieh dir das Vorlesungsverzeichnis an

Nein, du bist nicht mehr in der Schule! Und nein, du musst mit Sicherheit auch nicht jeden Tag um 8 Uhr im Hörsaal sitzen. Denn deinen Stundenplan kannst du dir ab jetzt selbst zusammenstellen. Die Pflichtveranstaltungen solltest du natürlich besuchen, alle anderen Kurse kannst du dir aber meistens selbst aussuchen. Wichtig ist, dass du nicht zu viele Kurse wählst: 15 bis 20 Semesterwochenstunden reichen, denn auch die Vor- und Nachbereitung kostet Zeit. Außerdem solltest du auch nicht zu viele Freistunden zwischen den Veranstaltungen haben, denn das wird auf Dauer ziemlich lästig. Und mit etwas Glück kannst du dir sogar den Freitag freihalten.

Such dir Hilfe beim Studierendenwerk

Auch das Studierendenwerk ist eine wichtige Anlaufstelle für alle Erstsemester. Hast du Fragen zur Studienfinanzierung, zum Bafög oder zu deinem Job als Werkstudent? Suchst du eine WG oder ein Studentenwohnheim? Oder willst du einfach nur wissen, was bei deiner Lieblingsmensa auf dem Speiseplan steht? Das Studierendenwerk kümmert sich die soziale, kulturelle und gesundheitliche Förderung aller Studierenden in Berlin. Außerdem wird dir in den verschiedenen Stellen auch psychologisch-psychotherapeutische Beratung angeboten. Wo sich die verschiedenen Beratungsstellen befinden, erfährst du auf der Website des Studierendenwerks.

Geh auf Job-Suche

Auch wenn du mit Bafög und Papis Unterstützung erstmal gut über die Runden kommst, es schadet nie, sich neben dem Uni-Alltag noch etwas dazu zu verdienen. Ob Kellnern, Babysitten oder Regale einräumen – einen Nebenjob zu finden ist keine große Herausforderung. Im besten Fall aber findest du einen Job, der zu deinem späteren Berufsfeld passt. Gerade für Geisteswissenschaftler („Und was kann man damit später machen?“) gibt es eine Menge Möglichkeiten. Die Jobbörse deines Instituts hält meist eine Menge Jobangebote bereit und auch die Jobvermittlung des Studierendenwerks ist eine zuverlässige Anlaufstelle. Aber Achtung: Informiere dich erst, wie viel du als Student monatlich verdienen darfst. Wer zum Beispiel Bafög bezieht, darf nicht mehr als 450 Euro im Monat verdienen.

Nimm am Unisport teil

Es wird Zeit, den inneren Schweinehund zu überwinden und dich für einen Sportkurs anzumelden. Denn so günstig wie beim Hochschulsport wirst du nie wieder eine Sportart ausprobieren können. Von Aikido über Bauch-Beine-Po bis hin zu Fußball oder Segeln – das Programm beinhaltet so gut wie jede erdenkliche Sportart. Denn Sport macht nicht nur Spaß, sondern hindert dich auch daran, abends alleine in deinem Zimmer Netflix zu suchten. Aber Achtung: Die Kurse sind beliebt und dementsprechend schnell ausgebucht.

Fahre nicht ständig nach Hause

Das Wochenende ist nicht dazu da, um ständig in die heimischen vier Wände zu fahren und sich bekochen zu lassen. Es ist Zeit, erwachsen zu werden und Mamas Rockzipfel loszulassen. Auch deine alten Freunde von früher werden mal für längere Zeit auf dich verzichten können. Und Heimweh gehört mit Sicherheit zur Anfangsphase dazu. Doch das kannst du nur überwinden, wenn du anfängst, dir hier in Berlin ein soziales Netzwerk aufzubauen und dich zuhause zu fühlen.

Geh feiern!

Dass sich Berlin in Sachen Party mit anderen Studentenstädten nicht vergleichen lässt, brauchen wir an dieser Stelle wohl nicht erwähnen! Und damit meinen wir selbstverständlich nicht nur renommierte Schuppen wie das Berghain, Sisyphos und Co., bei denen du nach stundenlangem Anstehen wahrscheinlich eh nicht reinkommen wirst. Zum Beginn des Semesters sollten zugezogene Berliner, aber auch alte Hasen an eine der vielen Semesterpartys teilnehmen. Oder man trifft sich in einer der vielen Bars, Clubs und Kneipen, die oft weitaus mehr bieten als ein vielfältiges Getränkeangebot. Und auch wenn es am Anfang Überwindung kosten mag, geh auch mal alleine aus! So kommst du nämlich nicht nur leichter in den Club, sondern wirst garantiert auch neue Menschen kennenlernen, weil du viel offener wirkst.

Nimm an einer Bibliotheksführung teil

Nach den ersten Monaten des ausgelassenen Feierns steht ganz plötzlich der Ernst des Lebens an… die Klausurenphase. Und dann stellst du fest: Du hast keine Ahnung, wo eigentlich die richtige Bibliothek ist, geschweige denn, wo du die richtigen Bücher findest oder wie die Datenbanken funktionieren. Nimm deshalb gleich zu Semesterbeginn an einer Führung durch die Bibliothek deiner Uni teil. Ob nun Philologische Bib, Amerika-Gedenkbibliothek, Grimm-Zentrum oder eine der vielen anderen Bibliotheken in Berlin – alle sind anders aufgebaut und ja: alle haben auch WLAN.

Halte durch

Auch wenn es in kleinen Studentenstädten anfangs einfacher ist, sich zurecht zu finden und mit Menschen in Kontakt zu kommen – spätestens nach zwei Semestern hast du keine Lust mehr, immer die gleichen Menschen in der Bahn zu treffen oder auf dieselben Studenten-Partys gehen zu müssen. Deshalb ist Berlin doch die allerbeste Wahl! Und keine Angst, in den ersten Wochen oder Monaten (oder auch Jahren) bist du mit Sicherheit nicht die einzige Person, die keinen Plan hat. Auch in den Vorlesungen musst du nicht sofort alles begreifen. Die Profs laden meist ein Skript zum Nachlesen hoch oder es werden Tutorien angeboten. Aber vergiss nicht: Die ersten Wochen sind zum Spaß haben da. Nutze sie!

Dieser Artikel erschien zuerst bei www.qiez.de.



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